Data Offloading nimmt zu – gezwungenermaßen

Heise-online berichtet heute unter dem Titel „Regulierer und Provider streiten über EU-Regulierungen“ über eine Konferenz des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).

In dem Bericht heißt es:

Doch selbst im besten Fall reiche der Mobilfunk nicht aus. Jeder Provider investiert derzeit in WLAN-Netze – weil sie es müssen“, sagt Pepper. in Deutschland arbeiten bereits Telekom und Kabel Deutschland daran, ihre Kundenbasis zu nutzen, um möglichst dichte WLAN-Netze aufzubauen. Laut Cisco-Projektion wird in Zukunft weniger als die Hälfte des Mobilverkehrs über die Mobilfunknetze abgewickelt.

Grund ist ein mobiles Datenvolumen, das in den nächsten Jahren deutlich stärker ansteigen wird als die Kapazitäten der aktuellen und zukünftigen Mobilfunknetze (LTE, 5G) (vgl. z.B. heise-online v. 4.2.2014).

Die Bedeutung von WLANs im allgemeinen wird daher auch in den nächsten Jahren zunehmen (s. schon Beitrag „Die steigende Bedeutung öffentlicher WLANs – Von kommunalen Netzen bis zum organisierten Data-Offloading„). Denn wenn der Datenverkehr nicht über die Mobilfunknetze abgewickelt wird, dann muss ein Data Offloading auf andere Netze erfolgen. Und dies werden in der Regel lokale WLANs sein. In Deutschland wenden Data Offloading im „klassischen“ Sinne bisher die Telekom (WLAN-to-GO) und Kabel Deutschland („Homespot“) an, die die Anschlüsse ihrer Endkunden aggregieren. In der Zukunft sollen Mobilgeräte dann automatisch – also ohne Zutun der Kunden – den Datenverkehr bei Bedarf über ein erreichbares WLAN abwickeln.

Relevant für die Verlagerung des mobilen Datenverkehrs sind aber auch die Alternativen, z.B. FON (die jetzt mit der Telekom bei WLAN-to-GO zusammenarbeiten), städtische WLANs, kommunale WLANs und – last but not least – freie WLANs wie z.B. Freifunk, dies zeigen auch die Ergebnisse der Konferenz.

S. im Übrigen auch den Beitrag „Was WLAN TO GO (Telekom/FON) / Homespot (Kabel Deutschland) und die Freifunk FreedomFighter-Box gemein haben“.

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